Freitag, 9. Mai

Wer seine Speisen mit Safran und Rosenwasser würzt, beweist sein großes Herz. Und seinen Sinn für aromatische Schönheit. Solche Menschen findet man im Iran. Der Anbau von Safran-Krokussen hat vielen iranischen Familien einen (sehr) bescheidenen Wohlstand beschert. Und wenn sie ein besonderes Mahl bereiten, teilen sie es mit den Nachbarn. Wir können viel lernen von den Iranern. Allerdings nicht von den Mullahs, die foltern und töten. Dass wir Deutschen das beherrschen, haben wir bereits vor acht Jahrzehnten bewiesen.

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Aber die Ernte ist mühsam und karg. Eine Reportage über Safran-Bauern im Iran gibt es bei Arte:

https://www.arte.tv/de/videos/076591-013-A/zu-tisch/

Und iranische Rezepte findet man bei der Youtuberin Butterbrötchen:

Ich finde, Völkerfreundschaft ist ein wundervolles Wort. In meinem Verständnis bezeichnet es die Verbundenheit der Menschen verschiedener Staaten unter dem Radar und ohne Bewertung der Regierungen. Und wenn wir den Hasspredigern der Bildzeitung keine Aufmerksamkeit mehr schenken, können Deutsche Afghanen, Iraner und Palästinenser lieben.

Natürlich belaste ich mich morgens trotzdem mit den Nachrichten in verschiedensten Medien. Und wenn es zu schlimm wird, tanze ich den Schmerz weg. In Gedanken. Das geht.

Die Musiker von Parcels sehen aus, hätten sie 1981 zusammen mit mir Abitur gemacht. Aber da waren die wohl noch nicht geboren. Nächste Woche treffe ich eine kleine Truppe aus meinem Abi-Jahrgang. Wir werden wohl gegenseitig die Ergebnisse unserer Altersprozesse bestaunen – und so albern wie damals sein.

Von gut gealterten Freundschaften handelt die Serie The Four Seasons bei Netflix.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Thomas Vöcks


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